Google Drive wird zu Nextcloud – Google loswerden

Google Drive vs. Nextcloud

In Teil 3 der kleinen Artikelreihe Google loswerden geht es um Googles Cloudspeicher Google Drive. 15 GB erhält jeder Google-Nutzer kostenfrei, man kann gegen kleines Geld auch mehr Speicherplatz erwerben.

Ich benutze Google Drive hauptsächlich für das Sichern von Bilddaten. Dazu habe ich schon vor Jahren 1 TB Speicherplatz abonniert, für den Betrag von rund 10 EUR / Monat.

Außerdem kann man seinem Android-Smartphone erklären, dass jedes gemachte Bild automatisch in Google Drive gespeichert werden soll. Auch diese Funktion nutze ich sehr gern.

Nextcloud vs Owncloud

Ich kenne und nutze seit Jahren Owncloud. Wie so oft gab es beim Hersteller internen Zoff, und einige Entwickler haben daraufhin einen Fork ins Leben gerufen, Nextcloud.

Ich habe mich hier für Nextcloud entschieden, weil es das Versprechen gibt, Nextcloud ausschliesslich über Support zu finanzieren. Anders bei Owncloud, da sind Teile des Funktionsumfangs der kostenpflichtigen Enterprise-Version vorbehalten.

Wo soll die Cloud laufen?

Ich betreibe einen eigenen Server, welcher genug Ressourcen bietet für die Installation von Nextcloud und für das Speichern meiner Daten. Wer keinen eigenen Server betreiben will oder kann, findet für kleines Geld Angebote von professionellen Hostern wie Hetzner.

Installation und Konfiguration des Servers

Die Installation ist denkbar einfach und gut dokumentiert. Wichtig ist hier lediglich, den Speicherpfad für die Daten außerhalb des Webroots zu haben. Außerdem empfiehlt sich https, aber in Zeiten von LetsEncrypt ist auch das keine Herausforderung mehr. Nach 15 Minuten läuft der Cloudspeicher.

Installation der Clientsoftware

Ich benötige Clients für Windows und Android, beides findet ist kostenfrei erhältlich. Die Installation ist erneut denkbar einfach und gut dokumentiert.

Der Umzug von Google Drive

Ich mache den Umzug, indem ich so richtig altmodisch die Daten aus meinem lokalen Google Drive in das Nextcloud-Verzeichnis schiebe. 5 Tage später ist der Umzug erledigt, und mein Google Drive von 900 GB auf 17 GB geschrumpft. Verdammt, immer noch über dem Kostenfrei-Limit von 15 GB, aber warum?

Google Fotos

Ich schaue in der Speicherbelegung in meinem Google Drive Account nach. GMail: 0 – wir haben den Umzug hier beschrieben.

Google Drive: 1,2 GB … das kann es auch nicht sein, es liegen nur noch ein paar Bilder und ein paar gmap-Dateien auf dem Drive (die muss ich da lassen, weil einige Blogbeiträge Google Maps enthalten, und sich die Einstellungen aus dem Google Drive holen. Um Google Maps kümmere ich mich später.

Google Fotos … warte mal. Ich habe irgendwann den Haken gesetzt, Google Fotos und Google Drive synchron zu halten. Das heißt nun, alle Fotos seit 2002 liegen in Google Fotos und belasten meinen Google Drive Account. Daher wechsle ich zu Google Fotos, und lösche alle Bilder. Das ist ein echter Idioten-Job. Google macht es einem sehr einfach, Daten bei Google zu speichern: von komfortabel löschen war aber nie die Rede. Zwei Stunden später ist aber auch das erledigt, und ich kann das Google Drive Abo kündigen.

Smartphone Bilder Backup

Sehr nützlich finde ich die Funktion, mit dem Smartphone aufgenommene Bilder direkt in der Cloud zu sichern. Der Nextcloud-Client kann den Camera-Ordner meines Smartphones überwachen, und packt jedes neue Bild in meine eigene Cloud, ganz automatisch. Das war einfach!

Google Music

Ich nutze gern Google Music, um meine Musik überall dabei zu haben, vor allem aber um auf Arbeit nebenbei meine Musik hören zu können. Nextcloud bietet verschiedene Plugins, um MP3 und Co im Browser abzuspielen. Ich verschiebe meine Musiksammlung also ebenfalls in meine Nextcloud – und habe so auch Google Music ersetzt.

Backup der eigenen Cloud

Die Daten selbst liegen ja auf dem Server, und einer Anzahl Clients. Trotzdem empfiehlt es sich natürlich, über ein Backup nachzudenken. Im einfachsten Fall ist das eine ausreichend große externe Festplatte, mit welcher man von Zeit zu Zeit die lokale Kopie der Clouddaten speichert. Komfortabler geht das natürlich automatisch. Lösungen wie rsync und Co bieten sich an, bedingen aber entsprechend Speicherplatz auf einem zugänglichen Server. Wenn man sich bei einem professionellen Anbieter einkauft, verlagert man das Problem zu ihm. Hier gilt es dann, das Angebot genau zu studieren und abzuwägen, wieviel Sicherheit man benötigt.

Verschlüsselung

Nextcloud kann per Häkchen im Setup alle in der Cloud liegenden Daten verschlüsseln. Das erkauft man sich mit kleinen Leistungseinbußen. Auch hier muss jeder für sich allein entscheiden.

Fazit

Die Open Source Community bieten alles, um die Basisdienste der großen Cloudanbieter einfach zu ersetzen. Wer den Betrieb eigener Server scheut, findet gute und preiswerte Angebote bei Dienstleistern im deutschen Raum, mit entsprechender Reputation. Teilweise liegen die Preise unter denen der großen Anbieter wie Google Drive, Microsoft One Drive, Amazon Cloud oder Dropbox. Der Umzug selbst ist einfach, dauert nur je nach Datenmenge und Internetanbindung.

Das war einfach!



Von GMail zu Mailbox.org – Umzug eines Mailkontos

GMail

Google Mail aka Gmail loswerden, aber wie?

Im Artikel Google loswerden habe ich beschrieben, wie tief verzahnt ich mit Google und deren Diensten mittlerweile bin. 2 Dekaden Nutzung haben tiefe Spuren hinterlassen. Es war an der Zeit, etwas aufzuräumen. Dieser Artikel befasst sich mit dem Ersetzen meine GMail-Kontos, der Suche nach einem neuen Mailprovider, und dem technischen Umzug einen mit über 3 GB gefüllten Mailkontos.

Warum Mailbox.org?

Mein neuer Mailprovider soll mir Zugang via Webbrowser, IMAP und SMTP bieten, soll Platz für mein Mail-Archiv haben, und möglichst innerhalb der EU – besser in Deutschland sitzen. Außerdem soll er PGP-Verschlüsselung im Webbrowser unterstützen. Dazu wünsche ich mir noch, das der Neue eine gute Reputation zum Thema Datensicherheit hat. Außerdem will ich nicht, dass er meine Mails durchforstet um mir maßgeschneiderte Anzeigen auf’s Auge zu drücken.

Schnell wurde klar: es kann eigentlich nur ein bezahlter Mailprovider sein. Kostenlose Postfachanbieter müssen von irgendwas leben, und werden daher um Werbung oder das weiter verkaufen von persönlichen Daten ihrer Nutzer nicht herum kommen – Google macht beides. Die Suche brachte mich relativ schnell zu einer Auswahl von 2 Providern: posteo.de und mailbox.org.

Beide haben eine gute Reputation, und bieten einen ähnlichen Funktionsumfang. Ich habe mich letztlich für Peer Heinleins mailbox.org mit Sitz in Berlin entschieden. Ich habe mich einfach einen Tick wohler gefühlt. Einen technischen Background hat meine Entscheidung gegen Posteo nicht.

Auf geht’s!

Die Registrierung ist denkbar einfach: Postfachnamen auswählen, Passwort angeben, fertig. Keine Fragen nach Blutgruppe und Verwandtschaftsgraden, Geburtstagen und so weiter. Das nennt man Datensparsamkeit. Außerdem kann auf diese Weise bei einem Einbruch nicht wichtiges abhanden kommen, es wurde gar nicht erst gespeichert!

Nach der Registrierung klicke ich mich durch die Vielfalt der Postfacheinstellungen, lege Labels und Filter an, richte den lokalen Thunderbird ein – alles funktioniert wie versprochen und erwartet!

Mail-Extensions

Mail Extensions geben mir die Möglichkeit, in einer Emailadresse Informationen zu kodieren. Ich kann so ganz einfach vermerken, wem ich welche Mailadresse gebe, kann danach filtern, Labels verteilen, kann nachvollziehen, wer meine Emailadresse weiterverkauft hat. Und all das ohne das ich irgendwas einrichten muss.

Wenn mein Mailkonto willi@mailbox.org heißt, kann ich zum Beispiel bei Kaufhaus A als Mailadresse willi+kaufhausa@mailbox.org angeben. Bei Onlineshop B gebe ich dagegen willi+onlineshopb@mailbox.org an. Nochmal: ich muss dazu nichts im Mailkonto anpassen.

GMail kann das seit Jahren. Mailbox.org kann das auch.

PGP-Verschlüsselung?

Bei der Verschlüsselung habe ich die Wahl zwischen einer Lösung mit Speicherung des Keys auf dem Providerserver, oder der Nutzung von Mailvelope. Mailvelope speichert die Keys im lokalen Store des Browsers, und ich nutze das Plugin schon eine Weile mit GMail. Also entscheide ich mich auch hier für diese Lösung. Es wird ein Schlüsselbund eingerichtet, und ein Schlüsselpaar für meine neue Emailadresse angelegt. Ich nehme natürlich ein anderes Passwort für den Schlüssel, nicht das Passwort für das Mailkonto.

Kleine Ernüchterung: Mails nur signieren bekomme ich im Browser nicht hin, ich kann die Verschlüsselung ein- oder ausschalten. Ich kann auch keine Signaturen überprüfen. Schade.

Und wovon leben die bei Heinlein nun?

Nun, ich befinde mich mit meinem Konto immer noch in einem 30-Tage Test. Dauerhafte Nutzung kostet monatlich Geld. Aktuell kostet der kleinste Account 1 EUR je Monat, für 2 GB Speicherplatz. Das reicht mir nicht. Ich mache also eine Einzahlung von 30 Euro auf mein Kundenkonto, und ändere meinen Vertrag auf 5 GB Speicherplatz für 2,50 EUR je Monat. Richtig, man zahlt ein Guthaben ein, und Mailbox.org wird dann monatlich von diesem Guthaben die Gebühren abbuchen. Für die Einzahlung stehen verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung.

Wie ziehen aber die GMail-Daten nun um?

Es gibt einen Umzugsservice für einen kleinen Betrag. Ich entscheide mich dagegen. Ich habe im Thunderbird beide Konten hinterlegt, und bewege meine Emails einfach per Drag&Drop zwischen beiden Konten hin und her. Das Google-Konto wird so immer kleiner, das Mailbox.org-Konto gewinnt an Größe. 12 Stunden später ist der Posteingang umgezogen. Der „Sent-Folder“ braucht weitere 8 Stunden.

Ich kontrolliere mein GMail-Konto: immer noch 2,5 GB Daten in 30.000 Mails. Was? Ja, Google legt Kopien in solche Ordner wie „wichtig“. Ich lösche die Mails auch da raus, ich benötige die Kopien nicht im neuen Account.

Zuletzt lege ich noch eine Weiterleitung an, damit alle Emails an das alte GMail-Konto auf das neue Mailbox.org-Konto umgeleitet werden.

Die kommenden Tage verbringe ich damit, die hinterlegten Emailadressen in allen möglichen Konten von Shops, Netzwerken und Co zu ändern. Ein paar ändere ich nicht, weil ich sie nicht mehr brauche.

Super, fertig! Nun, nicht ganz!

Google Calendar

Mailbox.org kann auch einen Kalender verwalten, und ich habe ja noch den Google-Calendar, welchen ich häufig und gern nutze.

Ich exportiere also alle Termine aus dem Google-Konto, und importiere diese im neuen Kalender. Außerdem installiere ich mir OX Sync auf dem Smartphone, und kann so den Kalender mit dem Smartphone synchronisieren.

Google Docs

Mit dem Account bei Mailbox.org bekommt man auch 100 MB Cloud-Speicherplatz und die Möglichkeit, Office-Dokumente in Grenzen im Browser zu bearbeiten. Ich habe auch wirklich exzessiv Google Docs genutzt. Mich hat dabei aber immer gestört, dass man die so erstellten Dokumente nicht in MS Office bearbeiten kann. Der Umweg führt jedes Mal über Importieren und Exportieren, was sehr lästig sein kann.

Der Mailbox.org-Account bietet auch ein Online-Office, und es arbeitet mit Standard-MS Office Dokumenten. Damit ist der Umzug einfach. Und 100 MB Onlinespeicherplatz reichen eine Weile …

Fazit

Google macht es einem sehr einfach, Dinge online zu tun. Aber es gibt auch gute Alternativen. Wenn man ein wenig Zeit und etwas Kleingeld investiert, ist es sehr einfach, Alternativen zu nutzen. Wer aber auf ein kostenfreies Konto besteht muss sich klar machen, dass der Provider irgendwie Geld verdienen muss. Er kann dann Werbung schalten oder persönliche Daten verhökern. Google mach beides..

Ganz nebenbei entsteht auch ein gutes Gefühl, wenn man lieber jemanden unterstützt der hier Steuern zahlt und der vielleicht auch eine gewisse aktive Rolle in unserer Gesellschaft einnimmt.

Gmail, Google Calendar und Google Docs sind also ersetzbar – auch wenn Google alles dafür tut euch etwas anderes zu erzählen.

Google loswerden

Google loswerden

Eigentlich mag ich die Google-Dienste. Einfach zu nutzen, meist sehr durchdacht, mächtig! Zu mächtig? Falls ja, wie also Google loswerden? Diese Artikelreihe versucht etwas Licht in dieses Thema zu bringen …

Ich nutze personalisierte Googledienste seit Ende der 1990er Jahre. Seit Mitte der 2000er habe ich mein Hauptmailkonto da. Ich nutze Google Drive – ich zahle sogar dafür. Durch meinen Hintergrund als Webentwickler, Webseitenbetreiber und Android-Entwickler habe ich bei Google mehrere Konten, und bin auf diese Konten auch angewiesen – beruflich und privat!

Wieso Google loswerden?

Aber Google macht auch immer wieder Schlagzeilen – nicht nur positive. Google lebt vom Usertracking, vom Erstellen von Nutzerprofilen. Google will am Ende des Tage seine Werbung verkaufen, und tut alles dafür um Werbeeinblendungen möglichst erfolgreich an den Mann zu bringen.

Du wirst jetzt sagen: machen andere auch. Korrekt. Und später werde ich mich auch noch mit Facebook und Co beschäftigen. Aber erst mal ist Google an der Reihe! Google hat auch deswegen eine Sonderposition auf meiner „Services to kick“ Liste, weil Google als Plattformanbieter für Android in diesem Bereich gefühlt machen kann, was Google will. Und es auch macht!

Eine Bestandsaufnahme

Aktuell benutze ich folgende Google Dienste und habe in den Diensten eine eigene Datenbasis hinterlegt:

  • Google Suchmaschine (ersetzt durch DuckDuckGo)
  • Google Drive (ersetzt durch Nextcloud)
  • Google Docs (ersetzt durch Mailbox.org) (Details hier)
  • Google Maps
  • Google Calender (ersetzt durch Mailbox.org) (Details hier)
  • Google Mail (ersetzt durch Mailbox.org) (Details hier)
  • Google Adsense
  • Google Webmastertools
  • Google ReCaptcha (ersetzt durch eigene Lösung)
  • Google Music (ersetzt durch Nextcloud)
  • Google Analytics (ersetzt durch selbstgehostetes Matomo)
  • Google Plus (Dienst wird im Frühjahr 2019 eingestellt)
  • Google Fotos (ersetzt hier durch selbstgehostetes Piwigo und Nextcloud)
  • Google Pay
  • Youtube
  • Google Play
  • Blogger (ersetzt hier durch selbstgehostetes WordPress)
  • Google Bookmarks
  • Google Newsreader (eingestellt durch Google, mein selbsgehosteter Ersatz ist Tiny Tiny RSS)
  • Google Chrome
  • Google Sharer API (seit der Ankündigung der Schließung von Google Plus hat sich dieses Thema von selbst erledigt, ist aber für andere (a)soziale Netzwerke immer noch aktuell)
  • Google Fonts
  • Google Charts

Ich habe aktuell keine Ahnung, ob diese Liste vollständig ist – aber die wichtigsten Dienste finden sich auf der Liste.

Was ist nun das Ziel?

Ich möchte Schritt für Schritt nach Alternativen suchen und so Google loswerden. Die jeweilige Alternative muss dabei folgende Kriterien erfüllen:

  1. Der zu Grunde liegende Dienst muss transparente Regeln zum Umgang mit meinen Daten bieten
  2. Der Anbieter sollte seinen Sitz an einem Ort haben, an welchem ich ihn im Fall der Fälle gerichtlich und Datenschutzrechtlich belangen kann
  3. Der Diensteanbieter sollte eine gewisse Reputation haben
  4. Der Dienst muss nicht kostenlos sein. Wenn er Geld kostet, sollte er frei von Werbung sein
  5. Die Sicherheit meiner Daten muss gewährleistet sein
  6. Die Architektur des Dienstes muss in unsere aktuelle Zeit passen – sowohl in Bezug auf Architektur als auch in Bezug auf die Nutzung am Desktop und auf Smartphones

Besprechen wir die einzelnen Punkte!

Transparente Regeln zum Umgang mit meinen Daten

Der Anbieter muss klar erläutern, was er mit meinen Daten macht, und vor allem: was er damit nicht macht. Ich möchte nicht zu einem Anbieter wechseln, der meine Daten weiterverkauft. Er soll möglichst auch kein Profiling mit meinen Daten betreiben.

Sitz des Anbieters

Was nützt mir die DSGVO, wenn der Anbieter die irische Datenschutzbehörde an der kurzen Leine führt? Was habe ich von schnellen und billigen Rechenzentren, wenn die vor Ort gültigen Regelwerke keinerlei Schutz bieten? Für mich steht fest: mein zukünftiger Anbieter muss in der EU sitzen, sollte keine „Mutter“ außerhalb der EU haben, und wenn er auch noch fair Steuern bezahlt könnten wir Freunde werden!

Reputation, auch als IT Profi

Der Anbieter sollte möglichst dadurch glänzen, dass er nicht alle paar Wochen in irgendwelchen News auftaucht, welche weitere Datenlecks vermelden. Er sollte daher anerkannt sein und den Ruf haben, zu wissen was er tut. Der Betreiber sollte sozial sinnvoll agieren. Er sollte Steuern zahlen, möglichst vor Ort und ohne aggressive Steuervermeidungsstrategie.

Kosten

Der Handel bei Anbietern wie Google und Facebook ist eindeutig: Daten gegen Dienst. Wann immer solche Dienste kostenlos sind, muss irgendwer dafür bezahlen für den Benutzer des Dienstes. Werbung, Profiling, was auch immer der Nutzer konsumiert oder liefert, es muss für den Betrieb des Dienstes aufkommen. Das will ich nicht mehr unbedingt. Ich bin wieder bereit, Geld für solche Dienste auszugeben. Wenn ein Dienst kostenlos ist möchte ich eine sehr genaue Erklärung vom Anbieter erhalten, auf welche Weise meine Nutzung des Dienstes für ihn wertvoll ist.

Datensicherheit

Wenn ich den Dienst selbst betreibe, bin ich verantwortlich für Datensicherheit. Wenn ein anderer solch einen Dienst betreibt, ist er dafür verantwortlich. Eigentlich ganz einfach. Das Problem gerade großer Diensteanbieter ist immer auch, dass diese für böswillige Zeitgenossen ein sehr attraktives Ziel bieten für Angriffe. Dafür hat ein großer Anbieter aber auch andere Möglichkeiten, eine hohe Verfügbarkeit und Datensicherheit zu bieten, schon durch ganz andere Budgetgrößen. Es gilt abzuwägen. Aber wenn ich meine Daten so einem Fremden übergebe, will ich mich – so weit das geht – gut fühlen dabei.

Architektur und Benutzerfreundlichkeit

Gerade Google hat sich einen Namen damit gemacht, gut durchdachte, benutzerfreundliche Dienste anzubieten. Einfache Bedienung am Rechner und auf dem Smartphone stehen ganz oben auf der Liste dieser Angebote. Meine noch zu findenden Alternativen sollen das auch bieten.

Gut, schauen wir mal wohin das führt.

Einige der Dienste oben aus der Liste habe ich bereits vor einiger Zeit abgelöst und konnte da Google loswerden. So ist diese WordPress-Installation hier der Ersatz für meinen Blogger-Account. Google Fotos (früher Picasa) habe ich durch ein selbstgehostetes Piwigo ersetzt. Als Standardsuchmaschine nutze ich seit Anfang 2018 DuckDuckGo – auf dem Desktop und dem Smartphone. Google Analytics habe ich durch ein selbstgehostetes Matomo ersetzt – und stelle gerade die Nutzung dieser Software ebenfalls ein. Recaptcha habe ich durch einen Eigenbau ersetzen können. Indem ich Plugins geschrieben habe, nutzen auch meine WordPress– und Piwigo-Installationen kein Recaptcha mehr. Der Newsfeed-Reader wurde von Google schon vor Jahren eingestellt, mein Ersatz dafür ist ein selbstgehostetes Tiny Tiny RSS.

Bei anderen Diensten muss ich etwas mehr suchen. Wieder andere werde ich kaum ersetzen können. Mein Playstore-Account muss da bleiben, sonst kann ich meine Apps für Android nicht vermarkten. Für ein Projekt benötige ich einen Zugang zu Bannerwerbung, weswegen mir zum Ersatz von Adsense noch nicht so viel einfällt.

Falls du mich auf dieser Reise also weiter begleiten möchtest … ich werde hier weiter Bericht erstatten und auch Details der Umzüge beschreiben. Google loswerden!

Update 5.2.2019

Wie ersetzt man Google Mail aka GMail, Google Docs und Google Calendar? Hier wird der Umzug zu Mailbox.org erklärt: https://wp.peters-webcorner.de/2019/02/von-gmail-zu-mailbox-org-umzug/.

Update 6.2.2019

Google Drive, Google Music, Google Foto: Bye Bye! In Teil drei erklären wir den Umzug zu Nextcloud. Ob selbstgehostet oder beim professionellen Dienstleister ist dabei grundlegend unwichtig.

How to secure your Octoprint installation

The community of makers using 3D printers is growing. So does the community of Octoprint users. Of course these users want to access their printers interface from remote.

The ISC was mentioning lots of insecure Octoprint installation in one of their posts. 

In return there was another blog post at Octoprint.org telling about more or less secure practices to gain remote access to Octoprint installations. Here is my take on this.

The mentioned blog post tell about how insecure it is to just open a port for forwarding on your router. Do never forget: once you enable the port forwarding, your Octoprint installation is visible to the world, and bad guys could possibly hijack your installation, and turn your heatbed and nozzle to „5 million degrees“, burn your house, and more. So it might be a good idea to add some security to our installation.

„How to secure your Octoprint installation“ weiterlesen

PS PHPCaptcha WP WordPress Plugin for Google Recaptcha free solution

You run a WordPress installation, and want to get rid of Recaptcha and other tracking prone solutions? Well, PS PHPCaptcha WP might be the solution you are looking for.

Installation of PS PHPCaptcha WP

There is more than one way. The easiest way to install PS PHPCaptcha WP is to do it using your WordPress plugins area. Just look for PS PHPCaptcha WP and hit install. The Plugins homepage is https://wordpress.org/plugins/ps-phpcaptcha/.

Another way is to download it from the original repository at https://github.com/pstimpel/psphpcaptchawp where it is located in the releases section. Of course you would have to integrate it into your WordPress installation by yourself. Instructions on how to do that can be found at that Github page as well. „PS PHPCaptcha WP WordPress Plugin for Google Recaptcha free solution“ weiterlesen

Googles Recaptcha ersetzen – Tracking einschränken

Googles Recaptcha ist äußerst beliebt. Sorgt es doch dafür, dass das automatisierte Ausfüllen von Formularen im Web erschwert wird. Nun kommt Recaptcha V3, und das einst so beliebte Tool wird zu einer der größten Tracking-Werkzeuge – wenn es nach Google geht.

Google schreibt dazu „we recommend including reCAPTCHA verification on forms or actions as well as in the background of pages for analytics„.  Google meint also, man solle die Scripte auf möglichst vielen Webseiten einbinden, auch wenn man auf der einzelnen Seite gar keine Prüfung machen will. Ein fast perfektes Tracking-Tool.  „Googles Recaptcha ersetzen – Tracking einschränken“ weiterlesen

Postfix – Empfang verhindern, wenn Fake-Mails von meinen Domains eintreffen – smtpd_sender_restrictions

Immer wieder treffen Emails hier ein, die als Absender meine eigene Emailadresse haben, oder eben auch Emailadressen meiner User. Wie verhindert man das mit Postfix, und wie hilft uns smtpd_sender_restrictions dabei?

Lösungsansatz

Es gibt einige Wege, und auch Fallstricke. Dieser Weg hier ist zumindest einfach nachzuvollziehen. Dazu schauen wir uns die main.cf in /etc/postfix an. „Postfix – Empfang verhindern, wenn Fake-Mails von meinen Domains eintreffen – smtpd_sender_restrictions“ weiterlesen

Thawte goes Digicert

„Sehr geehrter Herr 

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, die von uns gesandte Umfrage zu beantworten. Für die gesamte Erfahrung, die Sie mit uns gemacht haben, möchten wir uns in aller Form bei Ihnen entschuldigen.

Wie Sie wahrscheinlich wissen, wurde die Symantec Website Security Abteilung von Digicert übernommen. Um die Einhaltung der Google-Anforderungen sicherzustellen und Fehler auf den Webseiten unserer Kunden zu vermeiden, werden alle unsere Zertifikate jetzt über die Digicert-Plattform ausgestellt.
Wir haben einen großen Auftragsbestand und einige technische Probleme, da wir unsere internen Bearbeitungswerkzeuge umstellen und integrieren müssen.
Bitte seien Sie versichert, dass eine solche Situation nicht noch einmal auftreten wird, insbesondere da unsere Validierung verbessert wurde und somit eine schnellere Ausgabezeit gewährleistet sein wird.

Wir schätzen unsere Zusammenarbeit und Ihre Zeit sehr und möchten Sie bitten nicht zu zögern, uns zu kontaktieren, sollten Sie zusätzliche Unterstützung oder Hilfe benötigen.

Mit freundlichen Grüßen,

Digicert former Symantec Customer Support  

Regards

Symantec Customer Support
xxxxx

 

—— Tracking Number ——
<<#yyyyy-xxxxxx-ggggg#>>“

„Thawte goes Digicert“ weiterlesen

Die Ebooks von Thomas Leuthard

Kaum ein anderer Street-Fotograf aus dem deutschsprachigen Raum dürfte in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit erfahren haben als der Schweizer Thomas Leuthard.

Street-Fotografie: nah am Menschen

Mit seiner gerade für deutsche Verhältnisse oft unorthodoxen Herangehensweise an das Thema „was ist erlaubt“ hat er sicher einigen Fotografen den Weg in die Street-Fotografie geebnet. Immer nah am Menschen – denn den Straßenmusiker von der anderen Straßenseite abschießen kann jeder. Erst fotografieren, dann denken. Mal die Perspektive wechseln – auf Augenhöhe ist zu gewöhnlich. Das sind nur einige Grundsätze seiner Herangehensweise. Seine Werke hat er meist unter Creative Commons veröffentlicht. Er hatte nach eigenem Bekunden nie vor, mit Fotografie Geld zu verdienen.

„Die Ebooks von Thomas Leuthard“ weiterlesen

Vom Negativ zum digitalen Abzug – analoge Filme digitalisieren

Der analoge Film ist entwickelt, aber wie will man die Ergebnisse seiner Leserschaft zeigen? Man muss die Filme digitalisieren.

Mit dem Scanner

Naheliegend: man nimmt einen Scanner mit Durchlichteinheit, und digitalisiert die Negative Bild für Bild. Gute Idee…wenn man einen Scanner mit Durchlichteinheit hat. Ich habe keinen…ich habe nur so einen billigen Flachbettscanner für gefühlte 20 Euro! Der läuft nich mal mehr unter Windows 20 64bit, also lade ich mir Vuescan herunter. Die Trial-Version wird für erste Tests reichen… „Vom Negativ zum digitalen Abzug – analoge Filme digitalisieren“ weiterlesen